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10.06.2016

KSK - Künstlersozialkasse


 

Beim Studium der Serviceseite von ZIV suchte ein Vereinsmitglied aus dem Nordwestdeutschen Schützenbund vergeblich Informationen zur Künstlersozialkasse. Grund genug für das ZIV-Team, hier einen Beitrag zu erstellen.
 
Das Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) und die vom Gesetzgeber mit der Umsetzung dieses Gesetzes beauftragte Künstlersozialkasse (KSK) sorgen dafür, dass selbständige Künstler und Publizisten einen ähnlichen Schutz der gesetzlichen Sozialversicherung genießen wie Arbeitnehmer. Sie ist selbst kein Leistungsträger, sondern sie bezuschusst die Beiträge ihrer Mitglieder zu einer Krankenversicherung freier Wahl und zur gesetzlichen Renten- und Pflegeversicherung. Selbständigen Künstlern und Publizisten, die in der KSK sind, steht der gesamte gesetzliche Leistungskatalog zu. Sie müssen dafür aber nur die Hälfte der jeweils fälligen Beiträge aus eigener Tasche zahlen, die KSK stockt die Beträge auf aus einem Zuschuss des Bundes (20 %) und aus Sozialabgaben von Unternehmen (30 %), die Kunst und Publizistik verwerten.
 
Welchen Monatsbeitrag ein Künstler/Publizist im Einzelnen an die KSK zahlt, hängt von der Höhe seines Arbeitseinkommens ab. Wenn dieses nicht über der Geringfügigkeitsgrenze von 3.900,00 Euro jährlich liegt, kann die KSK im Regelfall nicht genutzt werden (Ausnahme: Berufsanfänger).
Die KSK entscheidet darüber, ob ein Antragsteller als selbständiger Künstler (in den Bereichen Musik, darstellende oder bildende Kunst einschließlich Design) oder als Publizist anzuerkennen ist und damit die Künstlersozialversicherung nutzen kann. Sie berechnet für ihre Mitglieder die Beitragsanteile, zieht sie ein und leitet dann die vollen Beiträge an die Leistungsträger der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung weiter.

Der Staat fördert mit der Künstlersozialversicherung die Künstler und Publizisten, die erwerbsmäßig selbständig arbeiten, weil diese Berufsgruppe sozial meist deutlich schlechter abgesichert ist als andere Selbständige. Das ist nicht nur eine sozialpolitische, sondern auch eine kulturpolitische Errungenschaft. Denn mit dieser Einrichtung der KSK wird die schöpferische Aufgabe von Künstlern und Publizisten als wichtig für die Gesellschaft anerkannt.
 
Was bedeute dies nun für Nutzer, die durch die KSK anerkannten selbständigen Künstler und Publizisten beauftragen?
Die KSK hat die häufigsten Fragen auf ihrer Seite beantwortet.  
 
Für Vereine könnte z.B. die Beauftragung von Musikern und Künstlern für ihre jährlichen Veranstaltungen oder die Beauftragung von Grafiker und Textern für die Erarbeitung von Flyern, Plakaten Broschüren für die Bewerbung des Schützenfestes, des Tags der offenen Tür oder des Vereinsjubiläums eine Rolle spielen.    
 
Weitere und ausführlichere Informationen finden Sie hier.
 
Sollten auch Sie Informationen in dem ZIV-Serviceblock vermissen, dann schreiben Sie uns. Wir versuchen, das Thema für Sie aufzuarbeiten.




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