Ziel im Visier
Deutscher Schützenbund e.V. - DSB
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29.04.2015

Erfolgreich durchgeführte Lehrgänge: Wie Gründe ich eine Bogensparte?

Die ersten beiden Lehrgänge "Wie gründe ich eine Bogensparte?" sind bereits durchgeführt worden.
 
Sollten Sie noch Interesse an diesem Seminar haben, können Sie sich noch für die nächsten Lehrgänge anmelden:
Es sind bei den Veranstaltungen noch einzelne Plätze frei.
19.09.-20.09.2015      Rehna (MV) / D108ZE Meldeschluss: 07.08.2015 (noch 10 Plätze frei)     
26.09.-27.09.2015      Suhl (TH) / D109ZE Meldeschluss: 30.07.2015 (noch 6 Plätze frei)

Eine Anmeldung kann unter www.dsb.de/termine/lehrgaenge vorgenommen werden.

Der nachfolgende Artikel eines Teilnehmers (Rolf Wächter) aus der Schützengesellschaft des Amtes Heepen v.1832 e.v. gibt einen kleinen Einblick in die Veranstaltung: 
 
Unter der Leitung des stellvertretenden Bundesjugendleiters Aus-und Fortbildung Burkhard Schindler und den hervorragenden Dozenten Wolfgang Pippert (A-Trainer im Deutschen Schützenbund) Ralf Hergeth(Bundesassistenztrainer und Landestrainer Oberpfalz) fand vom 09.05. – 10.05.2015 im Sauerländischen Brilon das Seminar zur Gründung einer Bogensportabteilung statt.
 
Die sechzehn Teilnehmer des Seminars reisten aus ganz Deutschland an und wurden im schön gelegenen Haus am Kurpark in Brilon untergebracht. Im dortigen Seminarraum wurde der erste Teil der Einführung in den Bogensport von den beiden Dozenten Wolfgang Pippert und Ralf Hergeth durchgeführt.
 
In dem sehr gut vorbereiteten Seminar wurde den Teilnehmern ein Überblick über die einzelnen Schritte zur Gründung einer Bogensportabteilung gegeben. Von Kostenmodellen und Kostenaufstellungen bis hin zu Finanzierungsmöglichkeiten wurde den Seminarteilnehmern vieles an Wissen vermittelt.
Ein weiteres Thema im theoretischen Teil des Seminars war der Aufbau eines Trainingsplatzes.
Hier wurde den Teilnehmern verschiedene Materialien für Scheiben und Auflagen vorgestellt.
Wolfgang Pippert wies in diesem Zusammenhang darauf hin, nicht nur an die Freiluftsaison zu denken, sondern auch eine Halle für die Wintersaison zu haben, da sonst ein neu gewonnener Bogenschütze leicht verloren gehen kann, wenn er im Winter keine Möglichkeit zum Training hat.
Bei der Schützenausstattung wurden den Anwesenden verschiedene Sportbögen vorgestellt. (Recurve, Compound, Blank/Langbogen)
 
Es stellte sich heraus, dass der Recurvebogen der Bogen ist, mit dem die angehenden Bogensportabteilungsleiter im praktischen Teil des Seminars die ersten Schussversuche machen sollten.
Weiter wurde von den Dozenten einiges an nützlichem Zubehör gezeigt (Armschutz, Streifschutz, Köcher, Pfeile, Tab und einiges mehr). Die Funktion und der Gebrauch wurden erklärt.
Sehr umsichtig und angenehm der Hinweis, dass man in der Ausstattung zum Anfang nicht gleich die teuerste Ausrüstung benötigt. 
Sollte der Spaß bleiben und das Können sich steigern, darf die Ausrüstung sicher auch einen anderen Umfang und Qualität  annehmen. In einem weiteren Abschnitt wurde den Teilnehmern vom Dozenten Ralf Hergeth das Positionsphasenmodell vorgestellt. Dieses 4-Phasenmodell beginnt mit der Nullstellung und zeigt alle Positionen, die für einen korrekten Bewegungsablauf sorgen.
Anschaulich wurde dieses Modell durch einige Trockenübungen mit dem Theraband von Ralf Hergeth vorgeführt und wir durften die Übungen in der Praxis ausprobieren und die Vorteile kennenlernen.
 
Am Nachmittag konnte der praktische Teil auf einem Sportplatz beginnen. Fahrgemeinschaften wurden gebildet und los ging es zum Trainingsplatz.
Nachdem alles Gerät an Ort und Stelle war, wurden zwei Gruppen gebildet, die jeweils von einem Dozenten geleitet wurden. Gruppe eins wurde mit dem Recurvebogen vertraut gemacht. Jeder Teilnehmer durfte einen Bogen zusammenbauen.
Gar nicht so leicht für einen Anfänger, müssen die Wurfarme doch an bestimmten Stellen montiert werden(oben-unten) und die Sehne sollte auch richtig eingespannt sein.
Aber keine Angst, wir haben ja einen guten Dozenten der uns geduldig alles erklärt.
So war es also kein Problem, den Bogen so aufzubauen wie es sein soll. 
Derweil wurde die andere Gruppe darin angeleitet, wie man sich vor Training und Wettkampf richtig aufwärmt. Nach einigen Trockenübungen mit dem Bogen ohne Pfeil und einigen Korrekturen der Körperhaltung, wuchs die Spannung, denn jeder stand doch vor seinem ersten Schuss mit dem selbst zusammengebauten Bogen.
 
Nach genauer Einweisung der Dozenten (Körperhaltung, Verhalten an und auf der Schießlinie) durfte der erste Pfeil fliegen und wie schön, die Dozenten und der Schütze haben alles richtig gemacht, denn der Pfeil hat die Scheibe getroffen, ein gutes Gefühl für den Schützen und die beiden “Lehrer”.
In gemütlicher Runde wurde am Abend noch fleißig über Themen des Bogensportes diskutiert, auch hierbei waren die Dozenten Wolfgang Pippert und Ralf Hergeth, sowie der Leiter des Seminars Burkhard Schindler wertvolle Ratgeber. Der zweite Tag startete wieder auf dem gut hergerichteten Bogenplatz.
Hier sollte das umgesetzt werden, was am Vortag erlernt wurde.
Über das Spannen der Sehne bis zur Visiereinstellung.
Der Ehrgeiz wurde auch noch angestachelt, fand doch zum Abschluss ein kleiner Wettkampf statt, in dem jeder zeigen konnte, was man gelernt hat. Nach einer kleinen Ansprache von Burkhard, in der er den beiden Dozenten unter lautem Beifall seinen Dank aussprach, und den Teilnehmern für ihre Mitarbeit dankte, ging das Seminar seinem Ende entgegen.  
 
Mein Dank gilt der Lehrgangsleitung Burkhard Schindler sowie den beiden Dozenten Wolfgang Pippert und Ralf Hergeth für Ihre sehr gute Gestaltung und Vermittlung des Seminarinhalts und vielen guten Tipps zur Gründung einer Bogensportabteilung.
 




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